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Wir haben demonstriert: am 21. Mai vor der Staatskanzlei Schwerin und vor dem Landesamt für Denkmalpflege ...![]() Die Zahl der Demonstranten hielt sich erwartungsgemäß in Grenzen. Und so war das Ganze auch mehr als Informationsveranstaltung zu sehen. Mit dem Medieninteresse können wir zufrieden sein; »Zapp, das Medienmagazin«, die Zeitschrift »Bauwelt« und Spiegel-TV waren da (und haben auch kurz vor dem G8-Gipfel darüber berichtet). Nach etwa drei Stunden zogen wir weiter zum Landesdenkmalamt im Domhof und haben dort noch einmal unsere Schilder hochgehalten. Überraschenderweise gewährte man uns Einlass und stellte sich unseren Fragen. Wesentlich klüger sind wir zwar nicht geworden, der Dialog mit Denkmalpflegern findet aber seine Fortsetzung. Mittwoch, 24. April: Bürgerbund stoppt die Privatisierung des »Kleinen Wohlds«; Bürgermeister zieht Beschlussvorlage zurück Lesen Sie weiter |
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| Montag, 23. April: Der neuste Streich des Investors: Teile des Alexandrinencottages werden unwiederbringlich vernichtet. |
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![]() Wir trauern um Villa »Perle«. Das ehemals denkmalgeschützte Haus (Baujahr 1854) wurde am 11.01.2007 abgerissen. An dieser Stelle wird eine Pressetribüne errichtet. Weitere Adressen im Internet: www.gutshaeuser.de Momentaufnahmen 1997 Heiligendamm aktuell: www.heiligendamm -information.com Beiträge und Diskussionen über Heiligendamm und den G8-Gipfel www.heiligendamm- information.com/ community.html |
![]() Das Alexandrinencottage zur Jahrhundertwende (historische Postkarte) Anmerkung: der Eigentümer hat auch dieses wertvolle Kulturdenkmal 10 lange Jahre lang verfallen lassen. |
Dem Alexandrinencottage kommt laut Denkmalwertbegründung des Landesamtes für Denkmalpflege M-V vom 06.04.2005 »aufgrund des Seltenheitswertes seiner Architektur in Mecklenburg-Vorpommern... für die Architekturgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns und Norddeutschlands im 19. Jahrhundert ein wesentlicher Zeugniswert zu...« 2006 wird unter Umgehung der Unteren Denkmalpflegebehörde durch das Landesamt für Denkmalpflege ein Bauantrag des Investors zur denkmalpflegerischen Zielstellung erklärt:
Mit einer gutachterlich nachgewiesenen Schädigung des Dachstuhls und der Holzbalkendecken kann lediglich die Erneuerung des Dachstuhls und der Austausch von Balken der Holzbalkendecke erklärt werden, nicht aber die Totalentkernung oder gar die Anhebung der First- und Traufhöhen oder die Aufstockung eines Turmes. |
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![]() 3 aktuelle Wegekarten: Die Perlenkette wird abgerissen und Wege eingezogen |
Mittwoch, 28. Februar: Prof. Dr. Kiesow, Vorstandsvorsitzender »Deutsche Stiftung Denkmalschutz« äußert sich zur Vernichtung der Perlenkette (vom 26.01.2007) Lesen Sie weiter Mittwoch, 28. Februar: Das sagen die Denkmalpfleger über das historische Ensemble und den Abriß der Villen Perle, Möwe und Schwan (Auszüge aus Korrespondenzen, Stellungnahmen und Presseberichten) Lesen Sie mehr Montag, 19. Februar: Historische Fotos der abgerissenen Villa »Perle« (und dem Anbau »Großfürstin Marie«) weiter Freitag, 18. Januar: Schreiben Sie unserem Bundespräsidenten!! Wir haben ein Schreiben für Horst Köhler aufgesetzt, in dem wir gegen die Vernichtung der Perlenkette protestieren. Machen Sie mit und laden sich den folgenden Text (als PDF) herunter und senden Sie diesen postalisch, per Fax oder via E-Mail an unseren Bundespräsidenten. Eine Voransicht und Hinweise finden Sie hier Montag, 15. Januar: Die Zerstörung Mecklenburger Kultur schreitet voran. Villa Perle (1854-2007) ist abgerissen. Ein Wiederaufbau liegt im Ermessensspielraum der ECH. Zwei Todeskandidaten stehen noch auf der Liste: Villa Möwe und Villa Schwan. Die Begründung läßt jeden anständigen Menschen aufhorchen: »Die Häuser seien schon so vom Zerfall bedroht, dass sie abgerissen werden müssen« (Zitat aus dem Rostocker Blitz 14.1.2007, Johannes Beermann, Sprecher Fundus-Gruppe). Hat die Fundus-Gruppe diese Häuser in all den Jahren (seit 1995 im Besitz) nicht absichtlich verfallen lassen? Einen Zeitplan und eine verbindliche Zusage zum Wideraufbau existiert nicht. Die Fundus-Gruppe kann mit Mecklenburger Kulturgut machen was sie will. Bei allen Häusern sind übrigens die Denkmalschilder entfernt worden. Bei Nachfragen, was mit der klassizistischen Perlenkette geplant ist, stoßen wir auf eine Mauer des Schweigens bei Landesregierung, Doberaner Bürgermeister und den Denkmalbehörden Mecklenburg-Vorpommerns. Wenn wir überhaupt eine Antwort bekommen ist es ein Verweis auf die Fundus-Gruppe. Donnerstag, 07. Dezember: Der Stichweg wird nicht gebaut, die Prof.-Dr.-Vogel-Straße wird eingezogen Damit ist der letzte öffentliche Weg der ECH zum Opfer gefallen. Das historische Heiligendamm ist für die Öffentlichkeit nur noch von der Promenade aus zu besichtigen. Aber dort wird, aller Voraussicht nach, Kurtaxe zu zahlen sein. Eventuell kann man sich mit dem Schiff bis auf wenige Kilometer nähern, wenn das die Ruhe der Grand-Hotel-Gäste nicht stört. Wenn nach 5 Jahren das Hotel immer noch nicht floriert, soll der Stichweg dennoch gebaut werden - so glaubt Bürgermeister Polzin. Vorausgegangen war ein sogenanntes »Gutachten«, dass die ECH in Auftrag gegeben hatte. Dort waren zur Beruhigung des Hotelkomplexes radikale Maßnahmen empfohlen worden, wie z.B. die Einziehung der öffentlichen Wege und die Verhinderung des Stichweges, der ja das Ergebnis eines vorangegangenen Kompromißes zwischen Bürgern und ECH war. Auf der einen Seite drohte die ECH mit dem Rückzug, wenn nicht ihre Forderungen nach »Beruhigung des Hotelkomplexes« erfüllt würden. Dies würde bedeuten, dass 207 Mio Euro in den Sand gesetzt wären (davon 24 % Fördermittel) und das 250 Arbeitsplätze verloren gingen. Auf der anderen Seite stellte die ECH in Aussicht, weitere 800 Mio Euro in den nächsten 10 Jahren zu investieren und 700 zusätzliche Stellen zu schaffen, wenn die Forderungen umgesetzt würden. Nun ist es jedem selbst überlassen, dies zu glauben ... Der Trick mit dem Gutachter war also erfolgreich. Auch die »Zuckerbrot und Peitsche-Strategie« bewährt sich immer wieder bestens in Mecklenburg-Vorpommern. Besonders dann, wenn die Lokalpolitik nicht in der Lage ist, Alternativkonzepte zu entwickeln. (Quellen: Ostseezeitung, 25./26.11.2006 und 07.12.2006) Seite 1/2 - 1 | 2 |
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